1951

Die Gründung des Luftsportring Grenzland e.V. Nordhorn

In der Gaststätte Frentjen in Nordhorn findet die Gründungsversammlung des ersten Luftsportvereins der Region statt. Später trennte sich dieser Verein dann in den Luftsportverein Lingen e.V. und den Luftsportring Grenzland e.V. Nordhorn.

Die Gründungsmitglieder (unter ihnen Georg Aldekamp, Hermann Briem, Hans Lüllwitz und Robert Clemens) bauen einen Schulgleiter SG 38 (genannt „Bauernadler“) und führen damit erste Schulungs- und Übungsflüge in den Wilsumer Bergen durch.

Die ersten Fluglehrer sind:

Herman Briem, Franz Rump und Georg Aldekamp.

1952

Kauf eines Grunau Baby II b

Der Verein kauft bei Siebert in Münster ein Grunau Baby II b. Am Heiligen Abend wird das Flugzeug abgeholt und am Ersten Weihnachtstag erstmals aufgerüstet.

1953-54

Der Luftsportring zieht um zum ehemaligen Flugplatz in Klausheide

Dort dient fortan ein ehemaliger Schafstall als Flugzeughalle.

An diese Halle wird eine alte RAF-Baracke als Vereinskantine angebaut und von Alfred und Ulla Revermann bewirtschaftet.

1957

Kauf einer Rhönlerche

Eine Rhönlerche II, D-6182, ein Schulungsdoppelsitzer in Gemischtbauweise, wird gekauft. Bis zum heutigen Tag ist der Luftsportring im Besitz dieses Flugzeuges.

1957-58

Bau einer Eintrommelwinde

Eine Gruppe von technisch versierten Mitgliedern um Robert Clemens baut die erste richtige Winde, eine Hansa-Eintrommelwinde mit einem 98‑PS starken Ford-V8-Motor.

1958

Kauf eines L-Spatz, D-6193,

eines Leistungssegelflugzeugs mit 15 m Spannweite in Gemischtbauweise, bei der Firma Scheibe in Dachau.

1958

Luftsportring Grenzland, ein leuchtendes Vorbild

Der Verein bekommt vom Verkehrsminister der jungen Bundesrepublik, Dr. Hans-Christoph Seebohm, den Ehrenpreis der Flugsicherung verliehen. Die Verleihung dieses Preises ist eine offizielle Anerkennung für den vorbildlichen, sicheren Aufbau des Flugbetriebs und der Infrastruktur im Zonenrandgebiet nahe der niederländischen Grenze. Der Luftsportring hatte in den Wiederaufbaujahren hunderte von Bombenkratern auf dem alten Gelände in Klausheide beseitigt, um einen sicheren, geordneten Flugraum zu gewährleisten.

Für den noch jungen Verein ist die Übergabe dieser staatlichen Auszeichnung durch den Bundesminister persönlich der damalige Höhepunkt der Vereinsgeschichte und die höchste offizielle Würdigung ihrer Arbeit für die Luftfahrtqualität in der Region.

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1959

Kauf einer K 8

Kauf einer K 8, D-6240, eines Übungseinsitzers in Gemischtbauweise von der Firma Schleicher in Poppenhausen. Die K 8 ist bis heute im Besitz von Vereinsmitgliedern.

1960

Kauf eine K 7

Kauf der ersten K 7, D-6272. Diese wird fortan für Thermik- und längere Gastflüge eingesetzt.

1961

Anbau einer Wellblechhalle

Die Firma Deilmann spendiert dem Verein eine Wellblechhalle, diese wird von den Vereinsmitgliedern an die vorhandene Halle angebaut.

1962

Anbau einer Windenhalle und Toiletten

Eine Windenhalle einschließlich Toiletten wird als Schleppdach angebaut, diese dient gleichzeitig als Waschraum für Wettbewerbe etc.

1963

Kauf der Ka 6, D-6232

Kauf der Ka 6, D-6232, eines Einsitzers der Standardklasse in Holzbauweise. Neben der Lerche und der K 8 befindet sich auch die Ka 6 weiterhin im Vereinsbesitz und wird regelmäßig und gerne geflogen.

1964-65

Bau einer Doppeltrommelwinde

Die Vereinsmitgliederbauen selbst eine Doppeltrommelwinde nach Zeichnungen der Firma TOST. Der Windenrahmen wird aus Bohrgestängen erstellt, die Spulvorrichtung und die Seilführungsrollen werden von der Firma TOST gekauft. Als Achse wird eine FORD-Lkw-Achse verwendet.

1965

Kauf eine zweiten K 7

Kauf einer zweiten K 7, diese wurde Ende der 1970er Jahre wieder verkauft.

1967-68

Bau einer Motorkrähe

Robert Clemens und Hans Lüllwitz alias „Hänschen“ bauen eine Motorkrähe, einen einsitzigen Motorsegler in Gemischtbauweise als Privatflugzeug.

1970

Kauf einer weiteren Ka 8, D-6133

Kauf einer zweiten Ka 8 (die „Silberne“). Das Flugzeug geht im Sommer 1973 bei einer Landung im Wald verloren. Der Pilot flog mit Fahrt zwischen den Bäumen hindurch und streifte die Flächen ab. Er selbst kam dabei nicht zu Schaden.

1972

Kauf eines Standard-Cirrus

Kauf eines Standard-Cirrus, D-0926, eines der ersten Kunststoffsegelflugzeuge der Standardklasse. Das Flugzeug wurde auf einer Fliegerreise nach Tunesien eingeflogen.

Auf einem Fliegerlager in Schameder ging der Cirrus beim Windenstart als Totalschaden verloren, glücklicherweise ohne Personenschaden.

1974

Kauf eines Blanik und eines Falken

Kauf eines Blanik, D-2426, eines kunstflugtauglichen Doppelsitzers aus der CSSR in Metallbauweise.

Der Blanik geht in den späten 1980er Jahren bei einer Landung im Wald als Totalschaden verloren, glücklicherweise ohne Personenschaden.

Kauf einen doppelsitzingen Motorsegler SF 25 C, D-KAJA „Grafschafter Falke“, der von allen Segelfliegern in Klausheide geflogen werden kann.

1976

Der LSRG feiert sein 25‑jähriges Bestehen in der Gaststätte Rolinckbräu am Schweinemarkt in Nordhorn.

1977

Beginn der Bauarbeiten einer neuen Kantine und Halle

Beginn der Rodungsarbeiten und Bauarbeiten für die neue Segelflugzeughalle mit Sozialtrakt am jetzigen Standort.

1978

Fertigstellung der Kantine und der Halle, Kauf des Jeans Astir

Fertigstellung und Einweihung der neuen Halle und der Kantine.

Kauf eines Club-Astir („Jeans-Astir“), D-3813, eines Übungseinsitzers in Kunststoffbauweise.

Bis 2014 dient der Astir Flugschülern als Einstieg in die Welt der Kunststofffliegerei und verzeiht ihnen auch so manche harte Landung.

1979

Kauf des Mini Nimbus

Kauf eines Mini Nimbus, D-2881, eines Einsitzers der seinerzeit neu geschaffenen Rennklasse in Kunststoffbauweise.

1980

Grenzlandvergleichsfliegen in Klausheide

Das Grenzlandvergleichsfliegen in Klausheide wird durch einen schweren Unfall während eines Flugzeugschlepps überschattet, bei dem unser langjähriges Mitglied Otto Bitter sein Leben verliert.

1986

Kauf eines Twin II

Kauf eines Twin-Astir II, D-2921, eines Doppelsitzers der Clubklasse.

1987

Bau unserer Winde

Eine neue und leistungsstarke Dieselschleppwinde wird in Betrieb genommen. Sie wurde von einer Gruppe kompetenter und motivierter Vereinsmitglieder selbst gebaut und ist bis zum heutigen Tag das Herzstück unseres Vereins. Wie lange wird sie uns noch in die Luft befördern?

1991

Ka 7 geht verloren, TWIN III wird gekauft

Bei einer Waldlandung im Bundeswehr-Depot wird der Flugschüler Jan Hilbers schwer verletzt und die Ka 7, D-6310, irreparabel beschädigt.

Kauf eines Twin-Astir III, D-2936, eines Doppelsitzers der Clubklasse. Gegenüber dem Twin II wird der Twin III wegen seines deutlich besseren Handlings von den Piloten als ein Quantensprung erlebt und kann “sogar mit einem Arm geflogen werden”. Der “Dreier” wird fortan für Überlandflüge und Gastflüge genutzt.

1992

Ein private Gruppe kauft das SG 38 zurück

Eine Gruppe von Enthusiasten geht zurück zu den Wurzeln des Vereins (siehe 1951) und kauft den SG 38 zurück. Auf zahlreichen Flugtagen werden damit Gummiseilstarts vorgeführt – für die Zuschauer ein ganz besonderes Erlebnis.

1995

Landesmeisterschaften in Klausheide

Der LSRG richtet die Niedersächsischen Landesmeisterschaften in Klausheide aus. Ein spektakulärer Unfall, bei dem zwei Wettbewerbsteilnehmer in der Luft zusammenstoßen, geht zum Glück ohne Personenschaden aus, weckt jedoch das Interesse der überregionalen Presse.

1996

Kauf des Duo Discus, D-2935

Kauf eines Duo-Discus, D-2935, eines Hochleistungsdoppelsitzers der Standardklasse. Zwischenzeitlich bekam der „Duo“ eine neue Lackierung, Winglets und einen neuen Cobra-Anhänger. Auch die Navigations-Instrumente wurden laufend auf dem neuesten Stand gehalten. Bis auf den heutigen Tag zählt der Duo zu unseren „stärksten Pferden im Stall“.

1999

Kauf der ASK 21, D-6709

Kauf einer ASK 21, D-6709, eines voll kunstflugtauglichen Schulungsdoppelsitzers. Mit dem Kauf dieser Maschine ist die Ausbildung der Flugschüler endgültig im Zeitalter der Kunststoffsegelflugzeuge angekommen. Die noch verbliebene Ka 7 wird verkauft.

2005

Fliegerlager in Magdeburg

Der LSRG veranstaltet ein zweiwöchiges Fliegerlager auf dem Flugplatz Magdeburg.

2007

Fliegerlager in Polen

Im Fliegerlager sind die Segelflieger für zwei Wochen zu Gast auf dem Flugplatz Zielona Góra in Polen beim Aero Club of Zielona Góra Przylep. Eine sehr weit entfernte Außenlandung in der polnischen Wildnis wird für die Rückholmannschaft zum Abenteuer.

2009

Der LSRG bekommt ein neues Logo

Der LSRG bekommt ein neues Logo, das von kreativen Köpfen im Verein gestaltet wird und fortan überall am Flugplatz und auf der Kleidung der Vereinsmitglieder zu sehen ist.

2010

Fliegerlager Scharzheide und Kauf des Discus 2b, D-3831

Kauf eines Discus 2b, D-3831, eines modernen Flugzeugs der Standardklasse. Der Discus erweitert die Flotte der leistungsstarken Überlandflugzeuge und ist das einsitzige Pendant zum Duo Discus, D-2935.

Im Osten gibt es gute Thermik: Der LSRG veranstaltet ein zweiwöchiges Fliegerlager auf dem Flugplatz Schwarzheide/Schipkau.

2011

Fliegerlager in Mellrichstadt

Das Fliegerlager findet auf dem Flugplatz Mellrichstadt Bischofsberg statt. Besonders für die Flugschüler ist die bergige Umgebung eine völlig neue fliegerische Erfahrung.

2012

Fliegerlager in Hoya

Der Flugplatz in Hoya ist das Ziel des diesjährigen Fliegerlagers. Neben dem Segelfliegen ergeben sich durch die Lage direkt am Weserufer zahlreiche „Wassersportmöglichkeiten“.

2014

Pilot Projekt, Fliegerlager in Eßweiler und Kauf eines Astir CS

Am Gymnasium Nordhorn startet unter der Leitung von Jan Hilbers und Klaus Boller die Segelflug-AG „Pilot-Projekt“. Durch diese überaus erfolgreiche Kooperation zwischen Schule und Segelflugverein erhält der Verein fortan jährlich neue jugendliche Mitglieder.

Das Fliegerlager findet unter abenteuerlichen Bedingungen auf dem Flugplatz Eßweiler am Westhang des Königsbergs bei Eßweiler in der Pfalz statt. Ohne fließendes Wasser und ohne Strom ist hier die berühmte segelfliegerische Improvisationskunst gefragt. Eine

am Start beschädigte Ka 7 der Eßweileraner wird von extra eingeflogenen Vereinsmitgliedern fachmännisch repariert.

Kauf eines Astir CS, D-5879, eines Übungs Kunststoffeinsitzers.

Nach der Ausbildung auf der ASK 21 ist die „Romeo Zulu“ fortan der erste Einsitzer, den die Flugschüler fliegen dürfen.

2015

Fliegerlager in Polen und Kauf eines zweiten Astir CS

Das Fliegerlager findet ein weiteres Mal auf dem Flugplatz Zielona Góra in Polen statt.

Kauf eines weiteren Astir CS, D-7305. Die Anschaffung der „Oscar Tango“ wird notwendig durch den anhaltenden Zustrom von Flugschülern aus der Segelflug-AG am Gymnasium Nordhorn.

2016

Fliegerlager Winzeln Schramberg und der jüngste Flugleherer Niedersachsens

Das Fliegerlager führt die Segelflieger auf den schönen Flugplatz Winzeln Schramberg im Schwarzwald.

Lukas Geesen wird mit 20 Jahren zum jüngsten Fluglehrer Niedersachsens ausgebildet.

2017

Fliegerlager Wilsche und Vereinsflieger

Der LSRG veranstaltet ein zweiwöchiges Fliegerlager auf dem Flugplatz Wilsche bei Gifhorn, am Südrand der Lüneburger Heide. Hier herrschen außerordentlich gute thermische Bedingungen für zahlreiche Überlandflüge.

Die Startliste wird digital: Der LSRG nutzt fortan die Onlineplattform „Vereinsflieger“ zur digitalen Verarbeitung aller Daten und Zahlen rund um den Flugbetrieb.

Juli 2018

Fliegerlager in Klix

Das Fliegerlager findet auf dem Flugplatz Klix in Bautzen statt.

Neben den guten thermischen Bedingungen ist hier auch die direkte Nähe zum UNESCO-Biosphärenreservat „Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft“ für die Teilnehmer interessant.

Juli 2019

Fliegerlager in Klix

Der Flugplatz Klix hat es den Vereinsmitgliedern angetan. Das Fliegerlager findet ein weiteres Mal dort statt. Diana Condoros fliegt mit dem Discus von Klix nach Nordhorn – in knapp fünf Stunden legt sie 549 km bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 109 km/h zurück.

April 2021

Fliegen mit Maske

In der „Corona-Zeit“ steht durch das Kontaktverbot auch unser unser Flugbetrieb für einige Wochen still. Es folgt eine Zeit von doppelsitzigen Flügen mit Maske und vollständiger Desinfektion des Cockpits nach dem Flug, bis schließlich alle Einschränkungen wieder fallen.

Juli 2021

Fliegerlager und Corona

Der LSRG veranstaltet ein einwöchiges Fliegerlager unter Corona-Bedingungen auf dem Flugplatz Klausheide. Mit Übernachtungen im Zelt und Mahlzeiten unter freiem Himmel wird den Corona-Bestimmungen Genüge getan.

2021

Willkommen D-6737 LG

Nach jahrelangen Bemühungen von Ferdinand Wipking und Heinz-Gerd Berning finanziert die Stadt Nordhorn dem LSRG den überwiegenden Teil der Anschaffungskosten für eine nagelneue ASK21b, D-6737, mit Vollinstrumentierung und Cobra-Anhänger. Auf der „Lima Golf“ lernen unsere zahlreichen Flugschüler fortan das Fliegen.

Die alte ASK 21, D-6709, wird nach Vinon in Südfrankreich verkauft und dient dort weiterhin als

Schulungsflugzeug.

August 2022

Fliegerlager Schwarzheide/Schipkau

Das Fliegerlager findet zum wiederholten Mal auf dem Flugplatz Schwarzheide/Schipkau statt.

Juli 2023

Fliegerlager in Schneverdingen

Die Segelflieger schlagen ihr Fliegerlager auf dem Flugplatz in Schneverdingen in der Lüneburger Heide auf. Leider erfüllt die Thermik nicht ganz die Bedingungen, die die Lage des Platzes eigentlich verspricht.

Juli 2024

Fliegerlager in Kammermark

Der LSRG ist im Fliegerlager für zwei Wochen zu Gast bei den Studentinnen und Studenten der Akaflieg Berlin e.V. auf dem Flugplatz Kammermark in Brandenburg. Das Vereinsgebäude, ein altes landwirtschaftliches Gutshaus mit vielen jungen Fliegerinnen und Fliegern in der malerischen Umgebung Brandenburgs, sorgt für bleibende Eindrücke.

Juni 2025

Hallo Tagesschau

Der LSRG schafft es am „Longest Day“ Bundesweit in die Tagesthemen.

Kauf der ASW20L, D-3116, aus dem Privatbesitz von Heinz-Geert Peters.

Kauf eines Speed-Astir, D-4869, eines Einsitzers der Clubklasse mit Wölbklappen.

Mai 2026

Willkommen D-KDBI

Nach vielen Jahren ohne Motorsegler kauft der LSRG einen SF25C Falke mit 80PS, um seinen Mitgliedern wieder die Möglichkeit zu bieten, auch im Winter fliegen zu können oder Ausflüge zu den Nordseeinseln zu unternehmen. Bereits nach kurzer Zeit finden sich viele Interessierte.

26. September 2026

Der Luftsportring Grenzland e.V. Nordhorn feiert sein 75‑jähriges Jubiläum mit ca. 300 geladenen Gästen auf dem Flugplatz.

Unter den Gästen sind viele ehemalige Vereinsmitglieder und ihre Familien. Die Segelflieger feiern ihr Wiedersehen und schwelgen bei Musik und Tanz bis tief in die Nacht in gemeinsamen Erinnerungen.